Seitenbereiche

Inhalte

Das Finanzwesen

a) Die Währung: Stallehr war in dieser Hinsicht ebenfalls der benachbarten Stadt untergeordnet. Münzhochheit hatte Bludenz, obwohl ein aus dem Jahre 1260 stammendes Brakteat vorliegt (einseitig geprägte Silbermünze) nicht; doch sprechen alte Urkunden von einer "Bludenzer - Währung". Bei Ausschreibung der Jahrmärkte regelte der Stadtrat im Einvernehmen mit dem
Vogt, den Münzfuß der fremden Geldsorten.

b) Die Steuer: Die "Steurer" hatten jährlich die Aufnahme und Anlegung der Steuer vorzunehmen. Dabei mußte jeder Bewohner, soferne er nicht in eine fremde "Gnoss" steuerpflichtig war, unter
Eid die Höhe seines Vermögens angeben. Wer dies nicht tat, wurde nach dem "Auge" bemessen,
das heißt, die Steurer schätzten sein Vermögen nach freiem Ermessen und bestimmten danach
die Höhe der Steuer. Hab und Gut wurde nach Marken bemessen. eine Marke, die man nach dem Stadtbuche zu sechs Pfund Pfennige rechnete, ergab jährlich zwei Pfennige Steuer. Wer keine Liegenschaft oder kein Barvermögen besaß, mußte einen Schilling Pfennig als Steuer entrichten.
Steuerfrei war eine Kuh und soviel Grund den man benötigte um sie zu überwintern, dann der Hausrat, alle Speisen und Getränke die einer für sich und seine Familie brauchte sowie "ein Harnisch und ein Pferd so einer um seinem Herrn zu dienen am Barren hatte". Lag die Vermutung nahe, daß jemand einen Teil seines Vermögens verschwiegen hatte, so konnte er aufgekauft werden, indem ihm der versteuerte Betrag binnen Jahresfrist ausbezahlt und dafür "Hab und Gut, liegendes und fahrendes" eingezogen wurde.

nach oben springen

zum Seitenanfang