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Name

Bergmann, Flür, Hopfner u.a. leiten den Namen vom lat. "stabularia" d.h. Stallungen ab.
Der Name scheint urkundlich erstmalig 1355, und in der Folge 1394 unter Stallär, 1497 Stallör,
1531 u. 1571 Stallara, 1646 Stallehrs, 1792 Stallühr und 1802 unter Stallehr auf. Seit dem Jahr 1802 führt der Ort den Namen unverändert fort.

Das Pfarrurbar von Bürs (ohne Daten) meldet uns von einer "Lieta von Stallär".
Weltin ... von Stallär begegnet uns in einem Alpbrief von 1394, nachdem er ein Haus in Nüziders besaß und deshalb einen Anteil an der Alpe Formarin hatte. Weltin´s Sohn ab Stallar, der am
14. Jänner ... im Churer Neorologium aufscheint, dürfte mit ersterem in verwandtschaftlichem Verhältnis gestanden haben. Genannter, der zu"Gultruoun (Gultrun) situm in parochia ecclesia S. Maria in Montafon", das ist eine Parzelle von Tschagguns, wohnhaft war, starb 1433 und wurde neben seiner Frau Margarethe begraben.

Das Stadtbuch von Bludenz, welches ca. 1450 - 1480 abgefaßt wurde, weist auf Seite 305 ein in Außerbraz gelegenes Gut "Stallara" auf, das bei Malynot im Legisch lag. Im gleichen Buche findet sich auf Seite 254 die Bezeichnung "Stallärer Ow." Der Name des Stallehrer Hausberges, der Davenna wurde im Laufe der Zeit verschieden geschrieben: 1473 Tawennen, 1610 zu den Wenden, 1789 Wendenberg und 1804 bei den Wenden.

Der Name dürfte rein deutsch sein, und soll die Wende der Täler Montafon - Klostertal andeuten.
Die von Flür vertretene Ansicht, der Name Davenna sei von "Tabene - Tabenisi", eines am Ostufer des Nils bei Theben in Ägypten gelegenen Orte abzuleiten, wo Pachomius (+ 346), der Gründer des gemeinsamen Klosterlebens, sein erstes Kloster stiftete, dürfte wohl zu weit herbeigeholt sein. Zösmair kommt dem Kern insofern näher, als er den Namen von "Ovena" (ovis = Schaft),
also Schafalpe ableitet.

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