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Die Wirtschaft

Haupterwerb der Bevölkerung von Stallehr war bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts die Landwirtschaft. Eine wirtschaftliche Blüte erlebte die Gemeinde zur Zeit als der Bergbau im Montafon und Klostertal noch voll betrieben wurde (ca. 1300 - 1500). Die Tätigkeit im Bergbau
und als Säumer sowie durch Arbeitsannahme in den in Bludenz befindlichen Schmelz-Hammer-
und Schleifwerken, ermöglichte den Bewohnern einen reichen Verdienst. Die Errichtung einer Nagelschmiede in Stallehr, welche 1503 erfolgte, dürfte in diesem Zusammenhang stehen.

Als der Bergsegen in der Mitte des 16. Jahrhunderts versiegte, trat ein wirtschaftlicher Stillstand ein, der jedoch um 1600 bereits überwunden zu sein scheint. Die Verbesserung der Arlbergstraße ließ einen verstärkten Saumverkehr über diesen Paß zu, an dem sich die Stallehrer nach den Bludenzer Rodregistern zu schließen, verhältnismäßig stark beteiligten.

Die geförderten Güter waren Salz, Schmalz, Getreide und Wein; zeitweilig auch Erz. Diese Tätigkeit bedingte, daß sich im Orte auch einschlägige Handwerker , nämlich Sattler, Wagner und Schmiede niederließen, die ihrerseits ebenfalls eine erhöhte Verdienstmöglichkeit ermöglichten.

Mit der Eröffnung der Arlbergbahn trat wieder ein wirtschaftlicher Tiefstand ein, der jedoch durch die rasche Entfaltung der in Bludenz befindlichen Industrie einen Ausgleich fand. Zur Zeit lebt in Stallehr nur eine Familie von der Landwirtschaft allein; alle anderen betreiben diesen Erwerbszweig nebenberuflich.

 

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